Salzburger Ärzteführer 2026

Gastautorin Dr. Eva Lunzer-Mühl Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ausgewogene Ernährung und Stress- reduktion können die Beschwerden deut- lich lindern. Bei stärkeren Symptomen kommen Hormonpräparate oder Medi- kamente, die den Serotoninhaushalt sta- bilisieren (SSRIs), zumEinsatz. Auch Psychotherapie, insbesondere die kogni- tive Verhaltenstherapie, kann helfen, mit wiederkehrenden Stimmungsschwan- kungen besser umgehen zu können. Viele Betroffene profitieren von Entspan- nungstechniken wie Yoga, Achtsamkeits- training oder autogenemTraining. Wichtig ist, die Krankheit nicht allein durchstehen zu wollen. Aufklärung und Offenheit sind daher der erste Schritt, um Leid zu verringern und Verständnis zu schaffen – imFreundeskreis, in der Part- nerschaft, aber auch in der medizinischen Versorgung. Je mehr wir über PMDSwis- sen, desto besser können wir betroffenen Frauen helfen, ihre Lebensqualität zurück- zugewinnen. PMDS ist keine „Laune vor der Periode“, sondern eine ernsthafte, aber gut behan- delbare Erkrankung. Wer merkt, dass Stimmungstiefs regelmäßig und zyklisch auftreten, sollte das Gesprächmit einer Ärztin oder einemArzt suchen. Offenheit, Wissen und Empathie sind die bestenMit- tel, umBetroffenen wieder mehr Leichtig- keit und Lebensfreude zu schenken – und das an allen Tagen des Monats. SN/AKEMI HOSHI

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